„Why are you so into Pinot?“ #2: Pinot Noir Domaine de Valdmoissine 2012

Pinot Noir Domaine de Valmoissine 2012

Überrascht über die Anwesenheit eines 2012 Pinots im elterlichen Weinkeller wurde dieser selbstverständlich sofort genauer unter die Lupe genommen. Schließlich galt es, dem samstäglichen Dinner gerecht zu werden. 

Der Pinot Noir de la Domaine de Valmoissine von Louis Latour zeigt sich im Glas in einem stark lila-stichigen klaren Rot. Der Rand wirkt leicht rost-rot. Der Geruch erinnert stark an Studentenfutter ohne Nüsse: viele Rosinen, viele getrocknete Aprikosen, insgesamt viel Trockenobst. Deswegen fehlt es ihm jedoch nicht an Biss. Dominierende Noten von schwarzer Johannisbeere zeigen sich einer sehr ausgeprägten Säure. Auch hier kommen dezent Rosinen zum Vorschein ebenso ein Hauch von Schwefel. Der Abgang ist etwas flach. Insgesamt handelt es sich um einen eher herberen Zeitgenossen, der es einem verübeln würde, zu lange im Keller vergessen zu werden. Dennoch eignet er sich als unaufdringlicher Begleiter zum Abendessen.
Nachtrag: Wir haben die Flasche natürlich nicht an einem Abend geleert, sondern am folgenden Tag auch noch mal ein Gläschen genossen. Die Nacht hat ihm gut getan: die Säure angenehm im Hintergrund, feine Schokoladennoten und ein reiches Bouquet dunkler Früchte. Köstlich!

Das Haus Latour wird nun schon vom siebten Louis Latour in der elften Familiengeneration geführt und ist für seine hohen Qualitätsansprüche über das Burgund hinaus bekannt. Die 50 Hektar werden ohne Chemie bewirtschaftet, die Weine in Barriques aus der eigenen Küferei in der eigenen Kellerei Corton Grancey ausgebaut. Diese galt bereits zu ihrer Entstehung 1834 als Meisterwerk.

Wir haben ihn uns zu gegrillter Ananas und Fenchel mit Reis gegönnt. Für 14 Euro kann man ihn kaufen, muss man aber nicht. Für 14 Euro kaufen, aufmachen und vor dem Genuss eine Nacht Zeit lassen oder dekantieren.

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