Bekocht #1: Ohayou – Ein Izakaya in München

Getrieben von unbändiger Sushi-„Glust“ trieb es uns letztens in das japanische Restaurant Ohayou in der Belgradstraße in München. Das Ohyaou ist ein sogenanntes Izyakaya, worunter man im Deutschen wohl am ehesten eine japanische Kneipe verstehen könnte. Das Wort setzt sich aus i (sitzen) und sakaya (Sake-Geschäft) zusammen, was damit ein „Sake-Geschäft zum Sitzen“ ergibt.

Der Name verrät leider nicht, dass Izakayas generell sehr umfangreiche Speisekarten bieten. Auch das Ohayou macht da keine Ausnahme: neben verschiedensten Sushi-Rollen (es gibt sogar eine Happy Hour) gibt es klassische Eintöpfe, Sashimi und, wofür Izakayas berühmt sind, viele verschiedene Kleinigkeiten, ähnlich den Tapas in Spanien. Von gekochten Sojabohnen (Edamame) über Meeresalgen mit Lotuswurzeln, gegrilltem Lachs-Bauch, Thunfisch mit fermentierten Sojabohnen, Tofu mit Bonito, japanischen Teigtaschen (Gyoza), Fleisch- und Fischspießen mit Teriyaki-Soße, frittierten Auberginen, Tempura, Miso-Suppen,… es gibt gefühlt alles, was das Japan-liebende Herz begehrt. Obwohl das Ohayou von außen wirklich eher wie eine Kneipe wirkt, ist es drinnen, typisch japanisch, sehr schlicht und ordentlich gehalten. Die Kellner sind ausgesprochen freundlich und hilfsbereit, wenn die Wahl schwer fällt oder Fragen zu verschiedenen Soßen oder Zubereitungsarten aufkommen. Für die Qualität spricht die hohe Zahl an „original“ Japanern, die das Restaurant regelmäßig besuchen. Außerdem kann man eine einmal geöffnete Schnapsflasche für drei Monate „unterstellen“ und in therapeutischen Häppchen genießen.

Da wir uns überhaupt nicht entscheiden konnten und uns alles zugesagt hat, haben wir uns letztlich für eines der Menüs entschieden. Dieses bestand aus elf verschiedenen Gerichten verteilt auf sechs Gänge. Insgesamt hat alles wirklich hervorragend geschmeckt, weswegen wir hier unsere Eindrücke wirken lassen wollen.

Algensalate und Flusskrebse

Algensalate und Flusskrebse

Zwei verschiedene Algensalate mit Sesam und Flusskrebssalat mit Fischrogen, so köstlich, dass wir uns hätten reinlegen können…

 

Sashimi

Sashimi

Frische Sashimi-Platte (Sashimi ist roher Fisch) mit Lachs, Thunfisch, Garnelen und Oktopus. Die grüne Wasabi-Pasta darf natürlich nicht fehlen 😉

Thunfisch und Hühnchen

Thunfisch und Hühnchen

Zwei mal Gegrilltes: Thunfisch und Hühnchen mit einer vorzüglichen Teriyaki-Soße

Lachs und Schwein

Lachs und Schwein

Knusprig gebacken: Lachs und Schwein mit scharfer Soße

Miso-Suppe

Miso-Suppe

Misosuppe, und zwar die richtig gute, quasi undurchsichtig neblige mit viel Algen, Seidentofu und Pilzen

Sushi-Platte

Sushi-Platte

Sushiplatte mit vier Makis und drei Nigiris (auf der Karte wurde dieser Wahnsinnsteller nur als „Sushi-Rolle“ beschrieben, wir haben uns riesig gefreut)

Matcha-Eis

Matcha-Eis

Matcha-Eis

Wir haben den Abend sehr genossen und können das Ohayou uneingeschränkt weiterempfehlen an alle, die gerne mal oder endlich wieder richtig gut Japanisch essen gehen wollen.

2 Kommentare zu “Bekocht #1: Ohayou – Ein Izakaya in München

  1. Ich bin gestern deinem Rat gefolgt und hatte auch das 6 Gänge (eigentlich 11, die Japaner zählen anscheinend anders).
    Bis auf den Algensalat war alles sehr lecker (eines der drei konnte ich beim besten Willen nicht essen. Ich habe aber erst etwas Neues bekommen, nachdem ich mich dann doch gezwungen habe 😉

    Danke für den Tip!

    • Freut uns, dass es dir auch so geschmeckt hat 😉
      Ja, da sind die Japaner leider etwas eigen. Einer Freundin ist das gleiche passiert…
      Da war’s allerdings kein Algensalat sondern Schweinebauch^^
      Über Tips von dir freuen wir uns auch 🙂

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