Wolf im Schafspelz

Da wir uns am Samstag gerne vom Viktualienmarkt ein paar Köstlichkeiten für das Abendessen gönnen, muss dazu natürlich auch Substanz ins Glas. Hier war es eine aus Franken stammende Weißwein-Cuvée von „Wein von 3„: Wolf jr. 2013. Trotz des niedrigen Alkoholgehalts von 10,5% sollte man ihn nicht unterschätzen, weil er sich angenehm leicht trinken lässt und somit am selbigen Abend noch die phantasievollsten Beschreibungen (man beachte die Anführungszeichen) entstanden.

Im Glas präsentiert sich der Wolf sehr klar mit „silber-goldenen“ Spuren und vanillegelben Tönen. Er steigt fruchtig und süß in die Nase, geradezu „spreizend, reizend, lustvoll“. Mit dem ersten Schluck kommt immer mehr Obst, vor allem Trauben, ins Spiel. Dies verleiht ihm auch eine angenehme Süße mit einem Hauch an Säure, die zum Glück nicht unangenehm aufstößt. Genau das richtige für einen „spritzigen Sommernachtstraum“. Die drei Jungs von „Wein von 3“ (Christian, Alexander und Heiko) ziehen ihre Reben auf ihrem Weingut in der Nähe des Barockschlosses Zeilitzheim auf. Dort widmen sie sich mit viel Hingabe gutem Wein, der auch ohne Prädikate auskommt. Entdeckt haben wir „Wein von 3“ bei WineVibes in München (November 2014), wo wir nicht nur diesen köstlichen Wein sondern auch einige andere von ihnen verköstigen durften. In nächster Zeit werden noch Rezensionen vom Silvaner, der Melusine und dem edlen Baron (’12 und ’13) folgen.

Wir haben uns zu unserem Wolf ein paar herrliche Artischocken und einen auf der Hautseite gebratenen Lachs gegönnt. Anklänge an unseren Barcelona-Urlaub gab es durch Spinat mit Pinienkernen und Rosinen. Dazu irgendwann noch mal mehr… Abschließend lässt sich sagen, dass diese Cuvée gut gekühlt genau das Richtige zu leichtem Essen oder als Aperitif ist. Werden wir wieder bestellen? Klar, werden wir. Und nicht nur den.

Ein Kommentar zu “Wolf im Schafspelz

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